// MALICK SIDIBÉ 1936-2016 //

Von Monica Pozzi, 15. April 2016

Der Fotograf MALICK SIDIBÉ starb gestern im Alter von circa achtzig Jahren in Bamako, Mali. STUDIO MALICK in Bagadadji, das in den letzten Jahren meist von seinem Sohn Abdoul Karim betrieben wurde, ist ein Pilgerort, den auch ich auf meiner Reise nach Timbuktu besucht habe. Wenige Quadratmeter, bescheiden, ein Vorhang, Schachteln und Equipment an einer staubigen Quartierstrasse. Hier entstanden seit 1960 einige der ausdrucksstarksten, direktesten Portraits der analogen Fotografie. In den Sechziger und Siebziger Jahren dokumentierte Sidibé die lokale Jugend beim Baden am Fluss Niger, beim Tanzen in Bamakos Nachtclubs Surf und Happy Boys, beim Flirten an Konzerten und Sportanlässen. Ein faszinierendes, intimes Zeitdokument, das erst zwanzig Jahre später internationale Anerkennung erlangte. Malick Sidibé, der erste Street-Fotograf Afrikas, wurde mit dem Hasselblad Award, einem Goldenen Löwen und dem ICP Award For Lifetime Achievement ausgezeichnet.

Zur Zeit ist eine Auswahl seines Werks in der JACK SHAINMAN GALLERY in New York zu sehen. (Photo: © Malick Sidibé )

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