// ZILLA LEUTENEGGER //

Von Monica Pozzi, 27. May 2017

LETZTE GELEGENHEIT – Ein sonniger Frühlingstag im März. Auf der Suche nach einer Fotolocation besuche ich das Atelier von Zilla Leutenegger. Die Wahlzürcherin mit Bündner Wurzeln arbeitet in der von Architekt Ernst Gisel 1953 erbauten Künstlerkolonie an der Wuhrstrasse in Wiedikon. Hinter der bescheidenen Holztüre auf dem Laubengang öffnet sich ein heller, weissgestrichener, zweistöckiger Raum. Durch das Dachfenster flutet weiches Nordlicht. Ein Filmteam packt gerade seine Ausrüstung ein. Zilla wurde für ein Projekt der Art Basel interviewt. Das Atelier ist aufgeräumt und verstrahlt eine stoische Ruhe. Die Bilder für die nächste Ausstellung wurden bereits verpackt und abgeholt. Wir sitzen bei der Holztreppe und plaudern über die Sommer auf der Alp mit ihren zwei Söhnen, über die schlichte, zweckmässige Architektur des Studios, den Skulpturengarten um das Atelier und über die Zeitschrift annabelle. Offenbar wurde noch nie über Zillas Arbeit berichtet. Dem wollen wir ein Ende machen.

«Wenn ich in der Nacht durch die Wohnung streife, erfüllt mich das mit tiefer Ruhe in der sonst so hellen und lauten Welt. Es interessiert mich, wie das Licht in die Nacht einfällt, wie ein Möbelstück, dass ich sehr gut kenne, in diesem Moment ausschaut.» Diese Momente tiefster Ruhe hat Leutenegger in ihren neusten Arbeiten zu Papier gebracht. Lights out ist der Augenblick, wenn alles schläft. Heute ist der letzte Tag der Ausstellung.

LIGHTS OUT von Zilla Leutenegger in der Galerie Peter Kilchmann, Zahnradstrasse 21 in Zürich bis Samstag, 27. Mai, 17:00 Uhr.

(Bilder ttb: Zilla Leutenegger, Halbe Treppe, 2017, colour applied with hand press on cotton paper Unique, 122.5 x 99 cm; Zilla Leutenegger, Magestretti, 2017, colour applied with hand press on cotton paper Unique, 120 x 99 cm; Zilla Leutenegger, Pleated Skirt, 2017, colour applied with hand press on cotton paper, 93 x 76 cm)

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