// ETTORE SOTTSASS //

Von Monica Pozzi, 2. July 2017

RADIKAL MIT HUMOR – Im September wäre er hundert Jahre alt geworden. Sein Porträt erinnert an Albert Einstein. Ettore Sottsass (1917–2007) war der verrückte Wissenschaftler des Designs, der den ganz normalen Wahnsinn in die Wohnzimmer brachte. Der gebürtige Österreicher eröffnete 1947 sein Studio in Mailand. Mit Entwürfen für den Schreibmaschinenkonzern Olivetti machte der junge Designer in den Sechzigerjahren zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Sottsass Interesse entfernte sich aber immer mehr von der vorherrschenden, modernen Doktrin «Form Follows Function». 1980 gründete er das legendäre Memphis Designkollektiv. Markenzeichen: Möbel aus Quadern, Kegeln, Kugeln und Pyramiden zusammengewürfelt und mit grellem, buntem Kunststofflaminat beschichtet. Ettore Sottsass postmoderne Designreform war sinnlich, emotional, humorgeladen und brachte den menschlichen Hang zum schlechten Geschmack mit ins Spiel. Zwei grosse Ausstellungen widmen sich diesen Sommer dem Lebenswerk von Ettore Sottsass.

ETTORE SOTTSASS. REBELL UND POET eröffnet am 13. Juli um 18:30 Uhr im Schaudepot des VITRA DESIGN MUSEUM in Weil am Rhein. Die Ausstellung dauert bis am 24. September. ETTORE SOTTSASS: DESIGN RADICAL ist vom 21. Juli bis 8. Oktober im THE MET BREUER in New York zu sehen.

(Photos ttb: «Valentine» Reiseschreibmaschine, Ettore Sottsass und Perry A. King, 1969, fotografiert von Alberto Fioravanti, courtesy of Studio Ettore Sottsass; «Ashoka» Tischlampe, 1981, fotografiert von Jürgen Hans; «Synthesis 45» Stuhl, 1972, fotografiert von Jürgen Hans; Ettore Sottsass, 1973, courtesy of Studio Ettore Sottsass)

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